
Das Systemische Konsensieren ist ein konsensnahes Entscheidungsverfahren, bei dem im Grunde das Punkten »auf den Kopf gestellt« wird. Eine Gruppe ermittelt aus einer Reihe selbst entwickelter Lösungsvorschläge jenen Vorschlag, der in der Gruppe die geringste Ablehnung erfährt. Diese Form der Entscheidungsfindung – von den Beteiligten nicht die Zustimmung zu einem Vorschlag zu erfragen, sondern das Ausmaß des Widerstands – ermöglicht ein Ergebnis, das einem Konsens am nächsten kommt, denn es wird für jede einzelne Lösung das Ausmaß des Widerstands der Gruppe ermittelt.
Wann?
– Systemisches Konsensieren kann für jede Entscheidungsfindung angewendet werden, bei der mehrere Optionen zur Auswahl stehen.
– Eine Gruppe möchte eine Entscheidung treffen, die von allen Beteiligten getragen wird.
Wie?
Nachdem Ideen oder Lösungsvorschläge gesammelt wurden (z. B. mit Brainstorming – alle Ideen und Wünsche dürfen vorgebracht werden und stehen gleichberechtigt nebeneinander und werden nicht kommentiert und diskutiert), kommt die Bewertungsphase.